Kunstuniversität Linz, Hauptgebäude

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Kooperationen des DA PONTE Research Centers


Kunstuniversität Linz
Univ. Prof. Dr. Herbert Lachmayer, Vorstand des DA PONTE Research Centers, ist seit 1991 als Professor an der Kunstuniversität Linz (ehemals Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) tätig, und hat mit seinem Team Anfang der 90er Jahre die Studienrichtung „Experimentelle visuelle Gestaltung“ ins Leben gerufen. Seit dem Lehrjahr 2009/10 leitet er die, von ihm gegründete Abteilung „Staging Knowledge – Inszenierung von Wissensräumen und performative Rhetorik“, Teil des „Instituts für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften“. In dieser künstlerisch-wissenschaftlichen Abteilung können PhD - Studien in enger Kooperation mit Ausstellungsrealisierungen absolviert werden. Sie ist seit ihrem Bestehen mit den unten angeführten Institutionen vernetzt.

Unter dem Titel "Man wird doch wohl noch träumen dürfen!" konnte "Staging Knowledge" auch als Kulturvermittlungsstrategie und pädagogischer Themenschwerpunkt in der Abteilung "Bildnerische Erziehung" (Institut für Kunst und Gestaltung) unter Leitung von Frau Univ. Prof. Dr. Angelika Plank als angestrebtes Modul mit eingebracht werden. Diesem Schritt der Institutionalisierung gingen diverse Kooperationen mit AHS und Gymnasien voraus: Georg von Peuerbach Gymnasium in Linz, die AHS Zirkusgasse, Schulschiff und Bernoulligymnasium in Wien, sowie die Herderschule in Weimar; dem ging eine erste Experimentierphase in Villach (St. Martin Gymnasium), Tarvisio (Ingeborg Bachmann Gymnasium) und dem Gymnasium von Jesenice voraus. Für die Pädagogischen Hochschulen (PH) wird "Staging Knowledge" als Ausbildungstechnik für angehende LehrerInnen ins Auge gefasst - vergleiche "ich, boy, 19 suche" an der PH Wien Favoriten 2009. 

Das beim Wissenschaftsfonds im Rahmen der Ausschreibung von PEEK (Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste) durch die Kunstuniversität Linz eingereichte Forschungsprojekt „Staging Knowledge“ wurde Ende 2010 für die Dauer von 2 Jahren bewilligt – mit den damit zur Verfügung gestellten Mitteln kann die künstlerisch-wissenschaftliche Forschungspraxis der Abteilung „Staging Knowledge“ theoretisch, ästhetisch-praktisch und pädagogisch (Kulturvermittlung und Bildnerische Erziehung) als inhaltliches Profil und Organisationsstruktur weiterentwickelt und ausgearbeitet werden.

Stanford University, CA
Mit dem Interesse der Stanford University, kulturgeschichtliche Ausstellungen als innovative Forschungspraxis für die Humanities sowie als Medium rhetorischer Vermittlung zu benutzen, nahm diese Kooperation ihren Anfang  – anlässlich der Mozart-Ausstellung „Experiment Aufklärung“, Albertina 2006: Die Professoren Hans-Ulrich Gumbrecht, John Bender, Keith Baker (ihm verdanken wir die Begriffsformulierung „Staging Knowledge“), Stephen Hinton und Direktor Matthew Tiews haben diese Zusammenarbeit auf den Weg gebracht.

Unter dem Titel „Staging Knowledge“ nahm Herbert Lachmayer 2009 eine Gastprofessur am Department of Comparative Literature an der Stanford University wahr, um im spring quarter 2009 graduate und undergraduate students mit den Methoden der neuen Forschungspraxis vertraut zu machen. Mit den Professoren Bryan Wolf und Adrian Daub, der seinerseits an der Kunstuniversität Linz 2010 eine Lecture gehalten hat, konnte die Zusammenarbeit vertieft werden. Daraus hat sich das „Staging Knowledge“-Ausstellungsprojekt „WEIMAR. Paradoxical Genius of German Enlightenment“ als Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar, der Bauhaus-Universität Weimar und der Kunstuniversität Linz entwickelt – die Ausstellung wird am 12. September 2011 in der Art Gallery am Campus der Stanford University eröffnet.

Mit der Ausstellung „Constructions of the Presence“, welche Keith Baker, der Präsident des 13. Internationalen Kongresses zur Erforschung des 18. Jahrhunderts anregte, manifestiert sich das Zusammenwirken mit der Stanford University, der Kunstuniversität Linz und dem DA PONTE Research Center einmal mehr.

Weitere Kooperationen haben sich mit der German Stanford Association (Barbara von Bechtolsheim) und dem Stanford Club of Austria (Laurence Yansouni) herausgebildet. Eine weitere gemeinsame Projektarbeit besteht mit der Stanford University Berlin (Bing Overseas Studies), unter Leitung von Karen Kramer.

Klassik Stiftung Weimar
Mit den beiden Ausstellungen „Wozu braucht Carl August einen Goethe?“ (beauftragt von Nike Wagner, Kunstfest pèlerinages Weimar in Kooperation mit der Klassik Stiftung) und „Das Bernhardzimmer: Neugotik im Herzen des Klassizismus“ nahm eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der Klassik Stiftung Weimar, dem DA PONTE Research Center und der Kunstuniversität Linz ihren Anfang. Die „Weimarer Wissensräume“, als ein Terminus technicus für „Staging Knowledge“, haben durch die erstmalige Verwendung der „Hermeneutic Wallpapers“ das Ausstellungsformat geprägt.

Präsident Hellmut Seemann gab durch eine vertragliche Bindung von Herbert Lachmayer an die Klassik Stiftung dieser Nachhaltigkeit Ausdruck – mit der Lecture-Reihe „Premieren des Wandels“, welche im Hinblick auf die Schlossrenovierung (bis 2017) ihren Namen erhielt, entstand die Kooperation mit dem Kolleg Friedrich Nietzsche, geleitet von Rüdiger Schmidt-Grépaly – die bisherigen Vortragenden 2010: Sigrid Weigl, Hartmut Böhme, Werner Hofmann und Claudia Honegger.

Der Inhalt dieser Kooperation betrifft die Entwicklung der Synergie der Klassik Stiftung Weimar mit der Bauhaus-Universität, dem IKKM (Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie), der Kunstuniversität Linz und der Stanford University CA. Ein besonderer Schwerpunkt besteht in der Zusammenarbeit mit der, von Folker Metzger geleiteten Kulturvermittlung (Stabsreferat Forschung und Bildung) – beispielsweise werden die „Staging Knowledge“-Projekte mit den Studierenden der Bauhaus-Universität in Gebäuden und Räumlichkeiten der Klassik Stiftung stattfinden; im Rahmen der Kulturvermittlung werden auch die Projekte mit den Schulen und Gymnasien zum Thema „Man wird doch wohl noch träumen dürfen!“ (Herderschule, Direktorin Dagmar Ritter) veranstaltet; ebenfalls im Stadtschloss findet die von Markus Krajewski initiierte Tagung „Dienstbarkeitsarchitektur“ (26. und 27. Mai 2011) statt – dies wird zum Anlass genommen, um auf die Ausstellung „Herrschaftsstiegen – Dienertreppen“ hinzuweisen, welche im Frühjahr 2012 im Schloss stattfinden soll.

Bauhaus-Universität Weimar
An der Bauhaus-Universität, Fakultät Medien/Studiengänge Medienkultur und Medienkunst/Mediengestaltung sowie dem Bauhaus Film-Institut, konnte unter dem Titel „Staging Knowledge – Inszenierung von Wissensräumen und performativer Kulturvermittlung“ die künstlerisch-wissenschaftliche Forschungspraxis der gleichnamigen Abteilung an der Kunstuniversität Linz zu einer nachhaltigen Einrichtung gemacht werden. Mit einer Gruppe von Studierenden wird das Thema „Leidenschaft – Schmerz voll Lust“ recherchiert, theoretisch-interdisziplinär entwickelt, um zuletzt im Frühjahr 2011 in Räumen der Klassik Stiftung als Ausstellung umgesetzt zu werden. Persönlichkeiten der Kooperation: Ursula Damm, Wolfgang Kissel, Juliane Fuchs, Felix Sattler sowie Markus Krajewski (Mediengeschichte der Wissenschaften).

IKKM (Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie)
Bernhard Siegert, Direktor des IKKM, hat sich 2006 für die Kooperation mit dem DA PONTE Research Center und der Kunstuniversität Linz ausgesprochen – insbesondere die Lecture-Reihe „Premieren des Wandels“ und der Mitwirkung einzelner Senior und Junior Fellows an diversen „Staging Knowledge“-Ausstellungsvorhaben betreffend. Auch Lorenz Engell unterstützt diese institutionell nicht festgelegten Kooperationsstrukturen – beispielsweise hat sich daraus der Kontakt zur Thüringer Landesmedienanstalt (Jochen Fasco, Angelika Heyen) ergeben, der sich in der Jubiläumsausstellung „Wissens[t]räume“ Ende Juni 2011 manifestieren wird.

Centro di Musica Neapel, Istituto Da Ponte Napoli, Seconda Università degli Studi di Napoli
Seit der Metastasio-Tagung des Da Ponte Instituts 2007 hat sich mit Francesco Cotticelli, Paolo Maione und Federica Castaldo, der Leiterin des Centro di Musica Antica und der Edizione Turchini, eine nachhaltige Kooperation ergeben, die 2008 zur Gründung des Istituto Da Ponte Napoli geführt hat. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstand die deutsche Ausgabe des zweibändigen Werkes „Musik und Theater in Neapel im 18. Jahrhundert“ (Cotticelli/Maione). Im Februar 2011 konkretisiert sich diese Zusammenarbeit im Rahmen des Pergolesi-Kongresses im Italienischen Kulturinstitut Wien. Ein weiteres Projektziel besteht im Ausstellungsvorhaben „Napoli Splendente – Weimars Sehnsucht nach der Antike“, das für 2013 geplant ist.

University of London, Institute of Germanic & Romance Studies
Im Verlauf mehrerer Lectures von Herbert Lachmayer an diversen Veranstaltungen des Instituts of Germanic & Romance Studies hat sich mit der Direktorin Naomi Segal eine Kooperationsschiene ergeben, die im Februar 2012 mit der Tagung „Vierhändig – die Zwillingsgebärde am Klavier“ einen Höhepunkt finden wird – unter dem Vorsitz von Naomi Segal und John Irving werden ExpertInnen wie Adrian Daub, Helmut Lethen, Otto Brusatti, Michele Calella, Dörte Schmidt und Andere sowie PianistInnen teilnehmen.