Ausstellungsansicht SCHMERZ VOLL LUST

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Ausstellungsansicht SCHMERZ VOLL LUST

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Korridor am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung

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SCHMERZ VOLL LUST.

Eine Kulturgeschichte des Leidens

 

eine Staging Knowledge-Ausstellung der Studierenden der School of Education der Universität Innsbruck im Studienjahr 2013/14 unter der Leitung von Silke Pfeifer und Herbert Lachmayer

 

Am 22. Mai 2014 wurde unter dem Titel SCHMERZ VOLL LUST. Eine Kulturgeschichte des Leidens eine Ausstellung am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Lehrveranstaltungsprojekt mit Studierenden der School of Education, welches den Räumlichkeiten des Instituts für die Dauer eines Jahres auch ein radikal-neues Erscheinungsbild verleiht.

 

Der Eingangsbereich des Instituts sowie eine Wandfläche im Westflügel wurden mit einer so genannten erzählenden Tapete ausgestattet, welche von den Studierenden  zum Thema SCHMERZ VOLL LUST gestaltet wurde. Im zweisemestrigen Proseminar erarbeiteten sie das gesellschaftlich tabuisierte Thema Schmerz/Lust aus der Perspektive ihres individuellen wie fachlichen Zuganges, indem sie Bilder als Bedeutungsträger kultureller Inhalte zur Wissensgenerierung und –vermittlung nutzten. Die ProjektleiterInnen Silke Pfeifer und Herbert Lachmayer von der Kunstuniversität Linz legten den Studierenden dabei eine künstlerisch-wissenschaftliche Forschungspraxis auch als Methode für den Unterricht in ihren Fächern nahe. Dadurch soll das imaginative Bilddenken gegenüber den textgebundenen theoretischen Diskursen aufgewertet werden. Das ästhetische Urteil steht dabei als intuitives Sensorium von Geschmack – auch im Sinne einer sozialen Kompetenz – im Mittelpunkt.

 

Ausgehend von einer umfassenden Bildrecherche wurde das Thema genutzt, um einen inszenierten Wissensraum zu gestalten, in welchem die Kontextualisierung und Vermittlung der Inhalte aus der transdisziplinären Zusammenarbeit gelingen soll. Dazu wurden von den Studierenden Embleme aus ihrer Recherche für die Tapetengestaltung ausgewählt, welche den unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema entsprechen. Narrative Bildsequenzen, als Bildfolgen auf einem Monitor im Ausstellungsraum abgespielt, zeigen die von den Studierenden entwickelten Erzählstränge als Geschichten. Ein Werk des Künstlers Jianan Qu mit dem Titel „John – for a heartbreaking story“ thematisiert Liebe, Verlust und Schmerz und ergänzt die Ausstellung um einen Beitrag zeitgenössischer Kunst.

 

Die Ausstellungsmethode entspricht der Kulturtechnik Staging Knowledge, bei welcher die Vermittlungsstrategie der Inhalte immer auch Forschungsstrategie sein soll, wie umgekehrt. Staging Knowledge wurde am Reithmanngymnasium Innsbruck und am Gymnasium Zirkusgasse Wien erfolgreich angewendet, um im Unterricht der Bildnerischen Erziehung in fächerübergreifender Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsfächern Ausstellungsprojekte mit SchülerInnen zu entwickeln. Die Ausstellung am Institut für LehrerInnenbildung ist die erste Staging Knowledge-Projektumsetzung, welche im Rahmen einer Lehrveranstaltung der universitären LehrerInnenbildung erfolgen konnte. Sie verfolgt das Ziel, die kreativen wie interpretativen Kompetenzen von Lehramtsstudierenden zu stärken und sie für das Potential fächerübergreifender Zusammenarbeit in ihrer späteren schulischen Tätigkeit zu sensibilisieren.

 

Ein Video zum Ausstellungsprojekt SCHMERZ VOLL LUST. Eine Kulturgeschichte des Leidens ist unter folgendem Link abrufbar:

 

https://vimeo.com/97505858

 

Am 3. Juni 2014 wurde von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr ein Beitrag zur Ausstellung im Campusradio gesendet, welcher über die Homepage der Universität Innsbruck abrufbar ist:

 

http://www2.uibk.ac.at/downloads/c115/2014/sendung-kw23.mp3

 

© Fotos: Silke Pfeifer

 

KURATORiNNEN

Boris Astner, Jakob Egg, Manuel Flür, Cornelia Fuchs, Lisa Hintner, Jasmin Jäger, Raphael Lamprecht, Susanne Mark, Irina Mayr, Mario Moosbrugger, Romina Reinpold, Martina Scheichl, Stefanie Steiner

 

PROJEKTLEITERiNNEN

Silke Pfeifer & Herbert Lachmayer

 

VERANSTALTERIN & KOOPERATION

Universität Innsbruck, School of Education

Eveline Christof, Michael Schratz

 

Kunstuniversität Linz, Abteilung Staging Knowledge

 

DA PONTE Research Center Wien

 

TEAM

Grafische Umsetzung Hermeneutic Wallpapers: Edith Bergmann

Tapezieren Hermeneutic Wallpapers: Manfred Mair, Alles Mair Raumausstattung

Medientechnik: Daniel Dobler, Interactive Media Services

Koordination: Alexander Gröger, Silke Pfeifer

 

 

DANK AN

Christian Hirschmann, cHc Wirtschaftsberatungs GmbH, Kunstuniversität Linz